Code: Realize ~Guardian of Rebirth~

Wakanim bringt den Simulcast von Code: Realize ~Guardian of Rebirth~ seit Oktober 2017, gleichzeitig ist es auch der Startschuss des französischen Streaminganbieters auf dem deutschen Markt. In dieser im viktorianischen England spielenden Steampunk-Geschichte kann die Liebe mit einer unachtsamen Berührung aufgrund des mysteriösen Steins, dem Horologium, der in der Brust der Protagonistin eingebettet ist, sehr schnell tödlich enden. Der Anime basiert zudem auf der gleichnamigen Visual Novel, die Aksys Games bereits 2015 für die Playstation Vita in den Westen gebracht hat.

    

Cardia Beckford ist ein Monster und lebt abseits von Menschen auf einem kleinen Anwesen in Wales. Sie musste ihrem Vater versprechen, dass sie alleine dort bleibt und keinen Kontakt zu irgendjemanden sucht. Denn eine Berührung von ihr kann tödlich sein, ihre Haut ist nämlich hochgiftig und lässt alles schmelzen. Dies musste auch ein Soldat aus der königlichen Armee von England feststellen müssen, als er leichtfertig Cardia berührte und dadurch seine Hand verätzt wurde. Da sie eigentlich niemanden verletzen will, geht sie dennoch mit den ihr unbekannten Männern mit. Obwohl sie nicht weiß, was sie erwarten wird. Doch schon kurze Zeit später wird Cardia von Arsène Lupin und Impey Barbicane gerettet. Beide Männer bringen Cardia nach London, um dort Anhaltspunkte für den Aufenthalt ihres Vaters zu finden.

Das Aufeinandertreffen der Gruppe

Originaltitel Code: Realize ~Sousei no Himegimi~
Jahr 2017
Episoden 3 / 12 (1 Staffel)
Genre Abenteuer, Romance, Mystery
Regisseur Hideyo Yamamoto
Studio M.S.C

Für die Suche nach ihrem Vater nutzen Lupin und Impey das Anwesen von Graf Saint-Germain als ihre Basis. Diesem macht es auch nichts aus, den steckbrieflich gesuchten Terroristen Victor Frankenstein aufzunehmen. Allerdings sieht Victor nicht wirklich wie ein Verbrecher aus und er besteht auch darauf, dass diese Anschuldigungen nicht stimmen. Später als Lupin, Cardia, Impey und er in die Stadt gehen, wird ihr Ausflug von Leuten des Geheimbundes Twilight unterbrochen. Weiterhin scheint auch die menschliche Waffe Abraham Van Helsing Interesse an dem Monster zu haben, obwohl er schon überrascht ist, dass Cardia das gesuchte Monster sein soll. Allerdings kann Victor mit Hilfe von Lupin ihn davon überzeugen, dass eine Zusammenarbeit für beide Seiten nur von Vorteil ist. Immerhin ist ihr gemeinsamer Feind Finis, der Anführer von Twilight, der Van Helsing in der Vergangenheit hintergangen hat, indem er dessen Familie hat ermorden lassen.

Viele Änderungen sind zu erwarten

Bereits in den ersten drei Folgen wird für Vorlagenkenner mehr als deutlich, dass hier sehr viel Inhalt weggelassen wird. So hätte beispielsweise die humorvolle Einlage mit Impey am Stadttor von London eingebaut werden können, da diese den chaotischen Charakter des Mechanikers schön unterstrichen hätte. Stattdessen kriegt man Lupin schlecht verkleidet zu sehen, während Victor den Blickkontakt mit den kontrollierenden Soldaten vermeidet. Dabei macht diese Kontrolle innerhalb der Stadt gar keinen rechten Sinn. Weiterhin ist Victor bereits ein Teil der Gruppe, in der Vorlage stößt er erst etwas später dazu. Cardia rennt auch viel länger mit ihrem unpraktischen Kleid umher. Die junge Dame hätte aber schon längst ihr neues Outfit haben müssen, so wirkt es etwas albern mit dem Spezialtraining. Generell ist es auch ein Widerspruch, dass Victor zwar Besteck und andere Utensilien giftresistent machen kann, sich aber gleichzeitig über die Beschaffenheit ihrer Kleidung wundert. Ursprünglich hat er anhand der Beschaffenheit ihrer Kleidung die Idee wie er Dinge gegen ihr Gift immun machen kann. Wegen diesen Kürzungen und Änderungen innerhalb der Geschichte ist wohl keine ideale Umsetzung der Visual Novel zu erwarten. Hierfür wäre allerdings auch die doppelte Episodenanzahl nötig.

Erster Eindruck:

Da ich die Vorlage kenne, ist der Einstieg in die Serie doch etwas ernüchternd ausgefallen. Es wurde wirklich sehr viel weggelassen und auch umgestellt, sodass man manche Informationen auch schon viel früher bekommt. Generell haben Umsetzungen von Visual Novels mit mehreren Routen oft das Problem, dass sie zu viel erzählen wollen, aber sich zu wenig Zeit hierfür nehmen. Leider wird das hier wohl genauso der Fall sein, dabei finde ich die Geschichte wirklich interessant und Cardia kommt in der Vorlage auch besser weg, da sie deutlich aktiver ist. Während sie hier sehr passiv und wortkarg dargestellt wird. Glücklich bin ich mit dieser Umsetzung nicht, insbesondere da sie schon 2015 angekündigt wurde und ich daher recht lange darauf gewartet habe. Ich denke, dass man mehr Spaß an der Serie hat, wenn man die Visual Novel eben nicht kennt.

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Taria

Taria arbeitet seit einigen Jahren für einen großen Automobilzulieferer in der Produktion. Abseits von der Arbeit beschäftigt sie sich in ihrer Freizeit vor allem mit Manga, Animes und Videospielen, in diesen Bereichen hat sie genretechnisch einen sehr breiten Geschmack bewiesen. Weiterhin sammelt sie gerne Figuren und anderes Merchandise von den Serien Gintama und JoJo’s Bizarre Adventures.

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