Die Lieblingsfilme 2017 der Redaktion

Zum Beginn des neuen Jahres präsentieren wir euch unsere Lieblinge in den einzelnen Medienkategorien. Wir starten mit unserem Filmjahr und zeigen euch, welche Kinotitel 2017 den größten Eindruck hinterlassen haben.

 

Big Foot Junior

Zufallstreffer sind doch immer noch die besten. Und da dieser Film ein solcher für mich persönlich war, wurde er ebenso zu einem besonderen Moment. Der belgische Animationsfilm Bigfoot Junior wurde nicht stark umworben und alleine aufgrund der Sprecher wäre ich nicht ins Kino gegangen. Aber gerade als Kleinod weiß er gut zu unterhalten, besonders als Kinderfilm, aber eben auch um dramaturgisch schwere Stoffe mal beiseite zu lassen. Dennoch erzählt Bigfoot Junior seine Geschichte über den etwas vorlauten, zottelmähnigen Protagonisten mit genügend Wärme, wobei die Spannung gegen Ende in einem gelungenen Showdown gipfelt.

 

Blade Runner 2049

Mensch, da will man einen Film einfach nur sehen, um eine Lücke zu schließen, ehe sie entsteht und bekommt DEN Film des Jahres schlechthin geboten. Blade Runner 2049 ist Perfektion von der ersten bis zur letzten Minute. Denis Villeneuve lässt sich von der Bedeutung des Originals einschüchtern und hat einen stil- sowie selbstbewussten Nachfolger erschaffen, der aus jeder Pore vor Melancholie tropft. Hinzu kommen geniale Einfälle und realitätsnahe Visionen, wie die Zukunft tatsächlich einmal aussehen könnte. Als wäre all das nicht genug, kommen auch noch die epischen Bilder hinzu, die einen in Verbindung mit dem pointierten Score regelrecht in ihren Sog ziehen. Wenn ich den Film treffend beschreiben möchte, pflege ich Folgendes zu sagen: Entweder trifft einen die Tragik der Geschichte mitten ins Herz oder die Bildgewalt raubt einem den Atem.

 

ES

Wenn es schon nicht Der Dunkle Turm geworden ist, dann immerhin eine andere Stephen King-Verfilmung. Ich bin immer noch überrascht, wie klasse diese Neuverfilmung von ES geworden ist. Allen voran die Schauspieler sind so gut gewählt, dass ich nur ein Lob nach dem anderen aussprechen kann. Wie oft ich über die passenden Gesichter von Finn Wolfhard als Richie lachen konnte, denn der Charakter hat einfach ein Talent immer an den passenden Stellen das Unpassendste zusagen. Richtig umgehauen hat mich Sophia Lillis als Beverly Marsh! Ich kann die Jungs verstehen, dass sie auf das Mädchen fliegen. Was mir besonders gefällt, wie liebevoll alles umgesetzt wurde. Man bedachte Kleinigkeiten, wie die hässliche Paul Bunyan Statue, hat Anspielungen zu anderen King Werken eingebaut und lies die fiktive Stadt Derry richtig aufleben. Selbst die Dinge, die geändert wurden, fügen sich wunderbar ein und als Kennerin des Buches, gefielen mir diese sogar teilweise besser als in der Vorlage. Leicht zu gruseln bin ich ja nicht, aber dieser Film hat sogar mich aufschreien lassen. Alleine der erste Auftritt von Pennywise geht so unter die Haut! Daher war ich echt ein wenig traurig, als der Abspann vorbei war, denn am liebsten hätte ich den Film sofort noch einmal angeschaut. Jetzt warte ich sehnsüchtig auf die Blu-ray, damit ich mir einen heimischen Gruselabend geben kann.

 

Guardians of the Galaxy Vol. 2

Das zweite Abenteuer von Starlord, Gamora, Drax, Rocket und Groot hat in diesem Jahr meinen vorherigen All-time-Favourite ersetzt – Guardians of the Galaxy. Doch was die Fortsetzung für mich noch besser macht, ist nicht etwa das Staraufgebot mit Kurt Russell und Sylvester Stallone. Oder die tollen Visuals. Auch nicht die vielen Lacher und bewegenden Momente, die so problemlos nebeneinander stehen wie in kaum einem anderen Werk aus Hollywood. Am Ende ist es auch nicht der Soundtrack mit seinen clever eingesetzten Songs der Siebziger und Achziger. Nein, es ist die Kombination all dieser Elemente, die mich am zweiten Teil der Marvel-Verfilmung so faszinieren. Eben ein ‚Awesome Mix‘.

 

King Arthur – Legend of the Sword

In den Kritiken kam dieser Film zwar nicht so gut an, aber mich hat er von Anfang an in seinen Bann gezogen. Es gibt zwar mehr als nur eine Umsetzung der Sagen rund um König Arthur, aber King Arthur – Legend of the Sword bringt trotzdem ein paar neue Aspekte und Details mit und macht Spaß. Besonders gelungen finde ich die Einführung von Arthur, die nicht ohne ein gewisses Augenzwinkern erzählt wird. Zum Ende hin schwächelt der Film etwas, bietet aber dennoch einen unterhaltsamen Mix aus Action, Ernst und Humor.

 

Die Schöne und das Biest

Ich musste etwas länger abwägen, da ich eigentlich zwei Favoriten hätte. Ich schwankte zwischen Life und Die Schöne und das Biest. Ich entscheide mich für Letzteres, weil das Original einer meiner liebsten Disneyfilme ist und die Umsetzung mehr als gelungen ist. Bisher finde ich alle Disney-Verfilmungen okay – aber nicht überragend und niemals an das Original herankommend. Bei der Verfilmung von Die Schöne und das Biest habe ich nichts auszusetzen und ich bin total happy aus dem Kino gekommen. Emma Watson ist zudem meine Idealbesetzung für Belle. Mit dem Film hat man mich wirklich sehr glücklich gemacht.

Obwohl ich 2017 viele großartige Filme gesehen habe, ist mir schnell klar gewesen, welcher Film für mich mein Liebling des Jahres ist. Die Schöne und das Biest ist einfach ein Werk, das mich bei jedem Sehen aufs Neue verzaubert. Ich mochte schon das Original als kleines Kind richtig gerne, sodass die Neuverfilmung bei mir auch ein wenig Nostalgie auslöst. An Die Schöne und das Biest hab ich einfach nichts auszusetzen und mit Emma Watson hat der Film auch die perfekte Besetzung für die Hauptrolle. Die beste Szene ist dabei immer noch der Tanz zwischen Belle und dem Biest. Ich hätte es zwar nie gedacht, aber die Neuverfilmung gefällt mir sogar noch besser als das Disney-Original.

Ich musste erst einmal überlegen, was ich dieses Jahr überhaupt alles im Kino gesehen habe. Lange war ich mir nicht sicher was ich nehmen soll, aber mein Lieblingskinofilm für 2017 ist Die Schöne und das Biest. Ich bin ein sehr großer Musicalfilm und Die Schöne und das Biest war mein erstes Musical. Ich mag die Lieder sehr gerne und Emma Watson finde ich als Belle sehr gut. Die Synchronisation mit den Liedern, vor allem am Anfang, stimmt leider nicht so ganz, aber trotzdem hat mit die Umsetzung gut gefallen. Die Highlights sind natürlich Lumière, gespielt von Ewan McGregor und Von Unruh alias Ian McKellen. Die beiden mit ihren Streitereien finde ich schon in der Zeichentrickversion klasse. Seit Weihnachten habe ich den Film in meiner Sammlung und werde ihn demnächst wieder anschauen.

 

Tulpenfieber

Oft war ich dieses Jahr nicht wirklich im Kino und bei einigen Filmen war die Enttäuschung dann sogar richtig groß. Deshalb kam Tulpenfieber für mich total überraschend. Eine Freundin hatte Freikarten gewonnen und mich auserkoren, mitzukommen. Bei uns beiden war die Skepsis groß, denn Dane DeHaan empfinde ich in Valerian – Die Stadt der tausend Planeten als einzige Katastrophe. Umso erstaunter war ich, dass er hier eine solide Leistung abliefert, die im Zusammenspiel mit den anderen Handlungssträngen fesselnd war. Die Niederlande des 17. Jahrhunderts befinden sich im wahrsten Sinne des Wortes in einer Blütezeit und viele Schicksale wurden vom Handel mit den Tulpenzwiebeln geprägt. Ein Drama mit humorvollen Elementen, welches sicher auch noch in mein heimisches Filmregal einziehen darf.

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