Die Lieblingsgames 2017 der Redaktion

2017 war für uns ein bewegendes Gamingjahr. Acht Redakteure haben ihre Jahreshighlights festgehalten!

 

Final Fantasy XII: The Zodiac Age

Zwar ist Final Fantasy XII: The Zodiac Age ein Remake, doch eines, welches das Originalspiel nochmal um ein gutes Stück besser macht, audio- und videovisuell. Schade zwar, dass die Veränderungen auch nicht ohne Einschränkungen einhergehen, aber insgesamt bleibt für mich in diesem Jahr so auf jeden Fall mit Final Fantasy XII eine alte Erfahrung, grandios neu aufgelegt, übrig – und zusätzlich noch mit japanischer Tonspur. Nur auf deutsch wär’s noch schöner gewesen.

 

Danganronpa V3: Killing Harmony

Das Spielejahr 2017 war einfach nur verrückt und ich hätte so viele tolle Titel, die eine Erwähnung auf dieser Liste wert gewesen wären. Aber letztendlich war es das Spiel, auf welches ich mich dieses Jahr am meisten gefreut hatte, welches mich am meisten zu begeistern wusste. Danganronpa V3: Killing Harmony ist wahnsinnig und weiß mit jedem neuen Twist zu überraschen. Verspielte Figuren, ein verrückter Plot, tolle Musik und ein abgedrehter Mord nach dem anderen laden zum Mitfiebern und Miträtseln ein. Wenn die Geschichte zum Finale hin dann endgültig durchdreht, steht man vor einem Ende, welches man entweder liebt oder hasst. Und ich liebe es! Für mich der spannendste, lustigste, traurigste und verrückteste Titel des Jahres. An diese Achterbahnfahrt der Gefühle wird so schnell kein anderes Spiel herankommen.

Let’s give it everything we got, it’s voting time! Als im April Persona 5 erschien, war ich eigentlich sicher, dass meine Stimme für den ‚Spiel des Jahres‘-Platz vergeben ist. Da hatte ich die Rechnung aber ohne einen gewissen mechanischen schwarz-weißen Robobären gemacht. Ich meine, ich liebe die Danganronpa-Reihe ohnehin und war mir auch sicher, dass Danganronpa V3: Killing Harmony gut wird, aber… damn… darauf war ich nicht vorbereitet. Eigentlich hatte ich mich sogar ein bisschen darauf eingestellt, dass den Entwicklern ein wenig der Dampf ausgeht. Ohohoho, weit, weit, weiiiiiiiiiit gefehlt. Schon nach den ersten Spielstunden wird einem klar gemacht: Das wird ein höllischer Ritt. Eine großartige Mischung aus Humor, Wahnwitz, Emotionen und Wendungen über Wendungen. Absolute Empfehlung auf allen Ebenen. Aber seid gewarnt: Despair awaits.
Puhuhuhuhuhu~

 

Gravity Rush 2

Es ist irgendwie verwunderlich, dass Gravity Rush 2 nun mein Liebling geworden ist. Immerhin kannte ich die Reihe letztes Jahr noch gar nicht und habe den ersten Teil Gravity Rush Remastered auch erst im August 2017 gespielt. Aber da dieser mich so begeistert hat, musste auch der im Januar erschienene zweite Teil her, welcher für mich tatsächlich das beste Game geworden ist. Neben der farbenfrohen, hübschen Grafik und den extrem sympathischen Charakteren macht das Kampfsystem sehr viel Spaß. Besonders die verschiedenen Kampfstile des Games bereiten mir viel Freude und bereichern das sowieso einzigartige Feature der Schwerkraftmanipulation noch einmal deutlich. Die spürbar größere Welt ist mir zwar manchmal fast schon zu groß, weil es teils lange dauert, von der einen Insel zur nächsten Insel zu kommen, aber dennoch überwiegt hier der Vorteil. Mit den Nebenmissionen kann man sich auch wieder kreativ austoben und die freien Online-Funktionen sorgen für zusätzlichen Spaß. Da können auch andere Top-Titel diesen Jahres nicht mithalten. Gravity Rush 2 hat sich für mich eindeutig die Krone erobert und hätte mehr Aufmerksamkeit verdient.

 

The Legend of Zelda: Breath of the Wild

Ich tat mir zwar sehr schwer, Finding Paradise nicht an die Spitze meiner Lieblingsspiele dieses Jahres zu stellen, doch letztendlich hatte The Legend of Zelda: Breath of the Wild einen zu wichtigen Platz in meinem Spielejahr, um es mit einem zweiten Platz abzustrafen. Wie hat es dieses Spiel nur geschafft, gleichzeitig meinen Glauben an die Zelda-Reihe als auch an Open-World-Spiele insgesamt wiederherzustellen? Vermutlich, weil es zwei Qualitäten zeigt, die man sonst selten gemeinsam antrifft: Risikofreude und Feinschliff. In seinen Einzelteilen sind die Innovationen dieses Titels natürlich nicht besonders herausragend, schließlich findet man fast alle Elemente schon einmal in anderen Spielen. Aber ich bin Nintendo sehr dankbar, dass sie die Zelda-Reihe aus einem Sumpf von trostloser Gleichartigkeit befreien konnten – und das zudem noch als durchschlagenden Erfolg verbuchen konnten. Letztendlich denke ich bei Breath of the Wild nicht nur an die vielen Stunden Spielspaß, die es mir brachte. Es ist auch ein Zeichen an die Industrie, dass es sich durchaus lohnt, verkrustete Strukturen aufzubrechen und neue Wege zu beschreiten.

RIME

Ganz streng genommen müsste an dieser Stelle das überragende The Legend of Zelda: Breath of the Wild stehen. Da es ein Titel dieser Art allerdings viel leichter hat, gegen ein vierstündiges Fliegengewicht anzukommen, möchte ich dem fantastischen RIME umso mehr Aufmerksamkeit zollen. Noch nie konnte mich ein Spiel emotional derart mitreißen (okay, Brothers – A Tale of two Sons will nicht unter den Tisch fallen lassen). Während das Gameplay eher simpel gehalten ist und den Spieler auf eine malerisch schöne Puzzle-Insel entführt, ist die sich im Hintergrund aufbauende Geschichte hochemotional und deren Geschichte kaum vorhersehbar. Eine echte Perle, die sich hinter dem unscheinbaren Titel verbirgt.

 

Warrior All Stars

Lange überlegt, was ich nehme und meine Wahl ist Warriors All Stars. Es hat zwar für meinen Geschmack etwas zu wenige Charaktere, aber sonst finde ich es ein gelungenes Crossover-Game mit mehreren Enden, was einen schonmal motiviert, es öfters zu durchzuspielen. Die Geschichte finde ich nicht schlecht und durch die drei Routen auch aus mehreren Blickwinkeln erzählt, allerdings ist sie dennoch nichts Besonderes. Aber der Reiz liegt für mich auch weniger in der Story, sondern viel mehr im Gameplay. Es gibt eigentlich nur einen wirklichen Minuspunkt und das wäre für mich das Freundschaftssystem. Ein Charakter kann mit einem anderen „Best Buddy ever“ sein und der andere sieht ihn lediglich als flüchtigen Bekannten. Aber sonst habe ich viel Spaß am Titel und die Badeszenen sind manchmal schon witzig.

 

Wolfenstein II: The New Colossus

Ein richtiger Widerstandssimulator! Wolfenstein II: New Colossus widerstand mir (und vielen anderen Spielern) und verweigerte den Startvorgang. Aber mit genügend Geduld (knapp einen Monat) konnte ich dem Problem Herr werden. Was dann folgte, waren die intensivsten Spielstunden seit Langem. Ich habe gelacht, ich habe geflucht – man leidet mit den Charakteren mit und bewundert selbst banale Kleinigkeiten wie einen geistig zurückgebliebenen Max Hass, der seelenruhig U-Boot-Wände anmalt. Wenn die Entwickler so weitermachen, kann Teil 3 nur spitze werden.

 

Xenoblade Chronicles 2

Ich bin jemand, der sich selten hinsetzt und einen 100 Stunden-Epos in wenigen Wochen durchspielt. Das nimmt normalerweise mehrere Monate in Anspruch. Nicht so bei Xenoblade Chronicles 2. Nach 17 Tagen und 85 Stunden Spielzeit liefen die Credits und ich bin lange nicht mehr so von einer Welt fasziniert und eingenommen gewesen wie dieser. Die Erzählstruktur hilft dabei sehr. Jedes Kapitel beantwortet Fragen, die man hat, aber gleichzeitig werden auch wieder neue aufgeworfen und jedes dieser Kapitel hat seine Highlights. So wird man immer wieder belohnt und angetrieben, weiterzuspielen, um mehr und mehr über diese Welt zu erfahren! Die Charaktere werden im Laufe der Geschichte immer sympathischer und das nicht nur durch die Hauptstory-Sequenzen, sondern auch durch die vielen kleinen Interaktionen während der Reise. Aber was wäre ein RPG ohne ordentliches Kampfsystem? Anfangs kommt es einem langsam vor, aber je mehr man freischaltet, desto schneller und tiefgreifender wird es. Wenn man dann später Klingencombos und Angriffsketten gemeistert hat, ist es einfach nur befriedigend, wenn man die Gegner in den Boden rammt! Für mich definitiv mein Highlight in 2017!

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