Drottning Katts Jahresrückblick 2017

2017 habe ich mehr denn je gelesen, gesehen oder gespielt. Zumindest gefühlt.

Bücher

Ich beginne mit meinem Lieblingsmedium, dem Buch. 2017 habe ich mehr denn je gelesen. Das liegt vermutlich daran, dass mein Weg zur Uni mittlerweile nicht mehr so lang ist und es sich somit nicht mehr lohnt, Hausaufgaben im Zug zu machen. Lesen lohnt sich aber sehr wohl und so habe ich von Oktober bis Dezember pro Woche ein Buch durchlesen können. Wie immer blieb ich meinem Lieblingsgenre Fantasy treu. Bis auf ein paar Fachbücher und die Warrior Cats waren alle gelesenen Titel Fantasy. Es waren mehr als nur ein paar von Terry Pratchetts Scheibenwelt-Romanen dabei. Ich liebe diesen Humor und die skurrilen Charaktere einfach. Zum Glück gibt es noch viele weitere Titel, die mir noch fehlen und nur darauf warten, von mir gelesen zu werden. Außerdem habe ich ein paar Reihen begonnen, mit denen ich schon länger liebäugelte (darunter Memory, Sorrow and Thorn von Tad Williams, Der Dunkle Turm von Stephen King oder die Harry-Dresden-Reihe von Jim Butcher). Endlich beenden konnte ich hingegen die Legenden der Albae von Markus Heitz. Ich mag den Autor, aber diese Reihe war echt anstrengend. Das liegt vermutlich daran, dass ich Arroganz überhaupt nicht leiden kann, die Albae aber nur so vor Arroganz strotzen. Keine gute Kombination. Meine Highlights des Jahres waren aber der zweite Band von Peinkofers Splitterwelten (endlich geht es weiter!) und Die Mächtige von Canavan, wo mir vor allem Magiesystem und Worldbuilding gefallen hat.
Vorgenommen hatte ich mir in der Goodreads Lese-Challenge 37 Bücher. Letztendlich wurden sogar 47 daraus. Alle Titel hier zu nennen, würde vermutlich den Rahmen sprengen, daher lasse ich es. Für das nächste Jahr möchte ich mir 43 Bücher vornehmen (irgendwie habe ich es mit krummen Zahlen).

 

Games

2017 war außerdem das Jahr, in dem ich mich sehr viel mit Visual Novels beschäftigt habe. Machte ich 2016 noch die ersten Schritte in diesem Bereich, habe ich in diesem Jahr mehrere Titel gelesen. Zwei davon haben auch gleich die Bestwertung eingeheimst: An Octave Higher und Cinderella Phenomenon. So konnte mir An Octave Higher ein sehr durchdachtes Magiesystem bieten. Ebenfalls sehr interessant ist dabei auch das Setting einer sich gerade industrialisierenden Welt, die hauptsächlich mit Magie betrieben wird. Besonders gefallen hat mir aber auch, dass man durch die drei Protagonisten Einblicke in drei verschiedene gesellschaftliche Schichten bekam: die reiche Oberschicht der Fabrikbesitzer, die Unterschicht der ausgebeuteten Fabrikarbeiter und die Mittelschicht dazwischen. Cinderella Phenomenon überzeugte mich vor allem mit den durchdachten Charakteren, von denen jeder seine eigene Geschichte hatte. Mit jeder Route erhält der Leser weitere Puzzleteile für das große Ganze, was ich ziemlich clever finde.
Abseits der Visual Novels habe ich vor allem meine langjährigen Lieblinge Elder Scrolls IV: Oblivion, Elder Scrolls V: Skyrim, Age of Empires II und The Battle for Wesnoth gespielt. Diese Titel werden mir einfach nie langweilig und gerade bei ersteren beiden macht es immer noch Spaß, neue Charaktere zu erstellen und mit ihnen Cyrodiil beziehungsweise Skyrim zu erkunden. Ich finde tatsächlich ab und an sogar noch Ecken, die ich bisher nicht kannte. Trotz vieler negativen Kritiken habe ich mir im August endlich No Man’s Sky geholt. Dieses Spiel hatte von Anfang an mein Interesse geweckt, aber der recht hohe Preis ließ mich zögern. Mit dem neuen Update im August und dem damit verbundenen Angebot sah ich meine Chance und habe mir das Game geholt. Bereut habe ich es nicht, denn es bietet mir genau das, was ich mir auch vorgestellt hatte: Das Erkunden fremder Planeten. Außerdem habe ich mir sehr spontan ganz ohne Angebot Catlateral Damage geholt, ein Spiel, das für mich als Katzenfreund wie gemacht ist. In diesem Spiel bin ich eine Katze, die die Wohnung nach Herzenslust verwüsten darf. Das klingt erst einmal ziemlich banal, aber es macht Spaß und ist perfekt für zwischendurch. Einen besonderen Anreiz bietet dabei auch das Freispielen neuer Katzen oder der Bonus-Level.
Für das neue Jahr nehme ich mir nun vor allem vor, den Stapel an ungespielten Games abzuarbeiten und die Wunschliste auf Steam nicht noch länger werden zu lassen.

 

Animes

An Anime habe ich in diesem Jahr viele ältere Titel nachholen können, darunter einige Gibli-Filme aber auch Serien wie Record of Lodoss War, Cowboy Bebop oder Vision of Escaflowne, also viele alte Schinken, die wie ich aus den 90ern stammen. Besonders konnte hier Vision of Escaflowne bei mir punkten. Kikis kleiner Lieferservice hat von mir sogar die Bestwertung erhalten, was nicht sehr häufig vorkommt. Dieser Film ist einfach goldig und ich werde ihn mir sicher noch das eine oder andere Mal ansehen. Außerdem habe ich nach Jahren endlich mal wieder Naruto in Angriff genommen. Zwischenzeitlich hat mir der Anime sogar ganz gut gefallen (ich brauchte eine Weile um mit ihm warm zu werden), aber ich muss auch sagen, dass der Manga bisher die Geschichte besser erzählt. Besonders punkten sowohl Anime als auch Manga darin, dass jeder Charakter seine eigenen Fähigkeiten, Motive und Denkweisen hat. Damit kann man mich immer ködern.
Aber auch aktuellen Titeln bin ich treu geblieben. Pünktlich zur Herbst-Season habe ich ein Premium-Abo für Crunchyroll abgeschlossen. Bisher wurde ich nicht enttäuscht, denn der Streaming-Dienst bringt die meisten Serien, die ich aktuell verfolge. Meine Favoriten des Jahres waren Re:Creators (da ich auch selbst schreibe, finde ich den Gedanken, auf die eigenen geschaffenen Charaktere zu treffen, sehr vielversprechend), die neue Staffel von Rage of Bahamut (in meinen Augen eine gelungene Fortsetzung, auch wenn es mehr Favaro hätte geben können), The Royal Tutor (die vier Prinzen und ihr Lehrer sind einfach zu goldig anzuschauen) oder Princess Principal (überzeugt vor allem durch seine Erzählweise). Mittlerweile verfolgen mein Freund und ich treu die Anime Night auf Pro7MAXX. Zwar kenne ich die meisten Titel schon, die hier gezeigt werden, aber es macht Spaß, Anime wie Akame ga Kill!, Seraph of the End oder Psycho-Pass noch einmal anzusehen und vor allem zu beobachten, wie mein Mitseher auf diese reagiert, der sie noch nicht kennt.

 

Serien

Was TV-Serien angeht, gehöre ich vermutlich zu der aussterbenden Art, die darauf wartet, dass sie im deutschen Fernsehen laufen. Ich schaue abends tatsächlich sogar noch recht viel Fernsehen, da es mir beim Schreiben hilft, wenn der Fernseher läuft. In diesem Jahr habe ich auf diese Weise ein paar neue Titel entdeckt. Als erstes muss ich hier ganz klar The Big Bang Theory nennen, denn diese Serie machte mich regelrecht süchtig. Dabei war es eher ein Zufall, dass ich mal reingeschaut habe. Bis dato hielt ich nicht viel von Sitcoms. Als dann aber eines Montagabends Tele5 streikte (zumindest bekam ich kein gutes Signal), zappte ich durch mehrere Sender und blieb bei Pro7 hängen. Tja und da war es um mich gestehen. Mittlerweile stapeln sich die DVDs der einzelnen Staffeln hier und ich bin fleißig dabei, mir alle anzusehen. Ein Charakter ist da bekloppter als der andere und trotzdem sind sie alle irgendwie liebenswürdig. In eine ähnliche Kerbe schlugen bei mir auch 2 Broke Girls und Mom, die ebenfalls am Montag Abend auf Pro7 liefen. Aus dem Genre Krimi laufen sehr viele Serien hierzulande. So ließ ich mir auch hier einige neue Titel nicht entgehen. Besonders hat mir dabei Criminal Minds – Beyond Borders gefallen. Der Ableger von Criminal Minds führt sein Team in alle Ecken und Enden der Welt. Hier wurde in passenden Szenen stets die jeweilige Landessprache verwendet, was nicht nur die Geschichten authentischer macht, sondern mir als Linguistin natürlich besonders gut gefällt. Ebenfalls zu gefallen wusste Lucifer. Die Verbindung aus Krimi, Humor und Mystery funktioniert sehr gut und Lucifers Kommentare sind einfach der Knüller. Ich muss aber auch sagen, dass mir im deutschen Fernsehen ein wenig die Abwechslung fehlt. Es gibt viele Krimi-Serien und Sitcoms (oder Shows und Reality-Formate, die mich von Haus aus nicht ansprechen) aber andere Genre sind eher rar. Oder ich schaue einfach die falschen Sender. Gerade dass Once upon a Time erst lange überhaupt nicht mehr auf Super RTL lief und dann auf einen Slot Samstag Nacht geschoben wurde, ist ärgerlich. Schließlich handelt es sich dabei um eine meiner Lieblingsserien. Da bleibe ich dann doch eher bei den DVDs.

2017 kam also eine Menge zusammen. Es gab Höhen und Tiefen, Meisterwerke und Flops und viel dazwischen. Ich habe meinen Horizont erweitert, mich an Visual Novels versucht, die ein vollkommen neues Medium für mich sind, und mich auch an ein Genre gewagt, dem ich bisher nur in Ausnahmefällen etwas abgewinnen konnte: Comedy. Ich bin gespannt, was 2018 für mich bereit hält.

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Drottning Katt

Als Studentin der Linguistik hat Drottning Katt ein Faible für Sprachen aller Art – reale oder fiktive. Sie ist ein großer Fantasy-Fan und kann in diesem Bereich immer mit detaillierten Worldbuilding, einem durchdachten Magiesystem oder vielschichtigen Charas geködert werden. Dabei ist es nebensächlich, in welcher Form die Geschichte erzählt wird, Hauptsache interessant. Zudem gehören zu ihren Hobbies das Schreiben eigener Geschichten, zeichnen und an eigenen fiktiven Sprachen basteln.

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Aki
Redakteur

Viel Spaß mit den Dunklen Turm Bänden und ich bin gespannt, wie dir das Ende der Reihe gefallen wird 🙂 Unsre Tower of Druaga Watch war auch 2017 und er hat Spaß gemacht. Müssen unbedingt mal schauen, ob wir das wiederholen können. Finde übrigens auch das bei bei der zweiten Staffel von Bahamut mehr Fava hätte sein können. Vielleicht dann in der dritten Staffel (die ja möglich wäre bei dem Ende!)