Laxis‘ Jahresrückblick 2017

Mein Geek-Jahr 2017 ging auf und ab. Von Januar bis Mitte Juli war ich noch auf Auslandssemester in Chicago und somit natürlich z.B. in meinem Gamer-Geektum eingeschränkt. Dafür war es mir möglich, ein paar der riesigen amerikanischen Conventions zu besuchen.

Bücher

Anfangen werde ich allerdings erstmal mit Büchern, einer Rubrik, der ich 2017 auch nicht soviel Zeit widmen konnte wie gewollt. Ich las We were Liars, von dem ich entgegen der populären Meinung aber nicht so begeistert war, sowie The Hate U Give von Angie Thomas. Das Buch wurde u.a. im Rahmen der „Black Lives Matter“ Bewegung geschrieben und ist, obwohl mein erster Eindruck von dem Schreibstil (es handelt sich um den authentischen Stils eines Teenagers, die in einem eher heruntergekommenen, afroamerikanischen Viertel wohnt) nicht der beste war, absolut lesenswert und mitreißend. Auch habe ich endlich Harry Potter and the Cursed Child nachholen können, das ich trotz der Plotholes und einigen anderen großen Kritikpunkten gar nicht so schlecht fand. Sehr gespannt war ich auf Vicious von V. E. Schwab, bei dem mich das Setting schon sehr reizte. So geht es um Victor und Eli, zwei ehemalige beste Freunde und Genies, die während ihres Studiums Superkräfte entdeckten. Zehn Jahre später bricht Viktor aus dem Gefängnis aus und macht sich auf die Suche nach Eli, wobei sie sich nun auf gegenüberstehenden Seiten befinden. Ansonsten habe ich Stephen Kings ES bis ungefähr zur Hälfte gelesen, was durch den riesigen Umfang des Buches und einem eher langsamen Erzähltempo eher schleppend voranging.

 

Animes

Animes habe ich ebenfalls nicht viele konsumiert. Die erste Staffel von My Hero Academia fand ich zwar ganz nett, hat mich aber nicht so sehr umgehauen wie die meisten meiner Freunde. Die zweite Staffel von Attack on Titan und einige Folgen von Gintama° habe ich angesehen, aber obwohl ich beide Franchises (bzw. ganz besonders Gintama) liebe, war ich nicht so motiviert, weiterzusehen, ganz einfach weil es kaum mehr neues Material gibt und ich mir lieber noch etwas aufheben wollte. Bei Fate/Zero war ich mitten in der ersten Staffel und angetan von den überall gepriesenen Animationen, aber weniger von vielen Charakteren. Allerdings verschwand mit dem amerikanischen Netflix leider auch der Zugriff auf die Serie und ich muss mich jetzt entweder noch ein wenig gedulden oder auf Unlimited Blade Works umsteigen. Definitiv mein Highlight 2017 war Fullmetal Alchemist: Brotherhood. Ich liebe FMA schon seit über zehn Jahren, sowohl den ersten Anime, als auch den Manga und Brotherhood, und habe damals bei der Erstausstrahlung Brotherhood bis zu Folge 55 verfolgt, und nicht mehr angerührt. Es war wieder mein „Ich möchte nicht, dass es endet“-Syndrom, und so schob ich das Schauen bis 2017 auf, wo ich nun gemeinsam mit einer Freundin, die die Serie noch nicht kennt, wieder von vorne angefangen und es diesmal auch beendet habe. Es war wie erwartet eine wunderbare Achterbahnfahrt der Gefühle und das perfekte Erlebnis mit großartigen Animationen, Sound, Story, und Charakteren.

 

Filme

 

Was Filme angeht, so habe ich mithilfe von zwei Semesterkarten an meinem Campus in Chicago doch einiges auf der Kinoleinwand sehen können. Dabei waren nicht alle Filme aktuell: Moonlight, Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind, The LEGO Batman Movie, Get Out, La La Land, Manchester by the Sea, Charlie Chaplin Klassiker wie Lichter der Großstadt und Der Große Diktator, Die Schöne und das Biest,… alles war bunt gemischt. Zurück in Wien habe ich mir die neuen Ableger von Thor und Star Wars angesehen, sowie Wonder Woman, Justice League, Atomic Blonde, Valerian – Die Stadt der tausend Planeten, Spider-Man: Homecoming, Logan Lucky,… Schlecht fand ich dabei nur Atomic Blonde und Valerian. Die Marvel-Filme 2017 waren in meinen Augen super. Filme, die ich außerhalb des Kinos gesehen habe, sind wie immer sehr zahlreich und schwer zusammenzufassen. Besonders hängengeblieben ist mir von den in letzter Zeit angesehenen Filme wohl Unbroken, ein Film basierend auf wahren Begebenheiten, nämlich dem Leben von Olympiasportler und Soldat Louis Zamperini, mit Angelina Jolie als Regisseur, einem Script von den Coen Brüdern, sowie Jack O’Connell, Domhnall Gleeson und ausgerechnet Miyavi (ich erkannte ihn nicht im Film) im Cast.

 

Serien

2017 war ein starkes Serienjahr. Neben dem Hype rund um die 7. Staffel von Game of Thrones, den auch ich wöchentlich verfolgte mit Freunden, stachen hier aber eigentlich andere Serien besser heraus auf mich. So gab es zum Einen die 3. Staffel von Mr. Robot, die die vorigen zwei noch einmal überbot. Qualitativ gesehen definitiv die beste Serie für mich dieses Jahr – womöglich sogar seit Breaking Bad (wobei auch Spin-Off Better Call Saul dieses Jahr wieder gut unterhalten hat) – mit einer sehr gut durchplanten Story. Zum anderen bin ich mit der neuen Staffel von Stranger Things ebenso in die süchtig machende Story des Upside Downs gekippt. Aber obwohl die Serie vieles richtig macht und definitiv mitreißt, sehe ich hier die Stärke eher bei den Schauspielern und dem Setting als einer tiefgründigen oder logischen Story. Als Popcornkino (bzw. Streaming) allerdings perfekt geeignet. Auch andere Netflixserien wie Voltron und Samurai Gourmet haben es mir in ihrer Feel Good Atmosphäre angetan, wobei ich beide Serien noch nicht abgeschlossen habe. Der neuen Black Mirror-Staffel hatte ich zwar entgegenfiebert, mich aber ihrer noch nicht angenommen. Ansonsten gab es noch einige andere Serien, beispielsweise Tote Mädchen lügen nicht, die mich eher spaltete. Was ältere Serien angeht, so habe ich endlich Friends gesehen – alle Staffeln! – und auch bei Supernatural wieder etwas aufgeholt (Staffel 10).

 

Veranstaltungen

Conventions waren 2017 auch viele verschiedene dabei: Als erstes war da die C2E2, eine riesige Comicmesse in Chicago, auf der ich u.a. Stan Lee und Frank Miller, Jason Isaacs und Evana Lynch (Harry Potter), Troy Baker (Synchronsprecher für u.a. Joel aus The Last Of Us oder Kanji aus Persona 4) und die imposante World Championship im Cosplay sehen durfte, bei der letztendlich die Teilnehmerin aus Österreich (die ich ironischerweise also auch im Vorjahr bei der Qualifizierung in Wien gesehen hatte) gewann. Die professionelle Moderation und Organisation des Events stand natürlich in keinem Maß zu den österreichischen Conventions, wo gerade heuer die größte Convention Aninite es auf einen Tiefpunkt schaffte. Die Comic Con in Wien, auf der ich nur einen Tag zu Besuch war, war allerdings ganz in Ordnung, wobei mich kein Star außer John Rhys-Davies (Gimli aus Der Herr der Ringe) besonders interessierte.
Als nächstes folgte die Anime Central in Chicago, auf der z.B. einer meiner Lieblingssprecher im englischsprachigen Raum, Crispin Freeman, Panels (über die Rolle der Frau in Magical Girl Serien im Vergleich zu Disneyprinzessinen!) hielt, und es exklusive Einblicke in die Synchronisation des neuen DanganronpaSpiels gab. In L.A. war ich dann noch auf der Anime Expo, der größten Anime Convention der Welt, die schon etwas klaustrophobisch macht und wo allein das Hineinkommen eine wahre Geduldsprobe und Herausforderung ist. Die Organisation hier lief wesentlich schlechter ab, aber das ist vermutlich auch kein Wunder bei einer Besucherzahl von über 100.000 Menschen! Highlights für mich persönlich waren hier Panels von Final Fantasy (30-jähriges Jubliäum und Panels vom Final Fantasy XII Team aufgrund des Remakes, sowie ein Auftritt von Sakaguchi himself, welcher einfach nur genial anzusehen war in persona und auch Humor bewies), Seki Tomokazu (wie riesig die Convention ist kann man wohl allein daran messen, dass ein so bekannter Seiyuu wie Tomokazu auch nur ein winziger Punkt auf dem Programm war), ein gratis Final Fantasy-Konzert von dem offiziellen Orchester, und die endlosen Art Alley Stände mit den tollsten Postern und Goodies. Enttäuscht war ich von dem Yuri on Ice!! Panel, wo zwar beide Creators anwesend waren und der Fanhype unglaublich, man allerdings aufgrund der schlechten Übersetzerin vieles nicht verstand.

 

Games

Zu guter Letzt komme ich noch zu den Games. Wie erwähnt hatte ich für die erste Hälfte des Jahres nur meinen 3DS zur Verfügung, wo ich den letzten Teil der Zero Escape-Reihe, Zero Time Dilemma, fertig spielte. Auch Pokémon Sonne habe ich immer wieder gespielt, allerdings noch immer nicht fertig. Leider fesselte es mich nie sonderlich und an Pokemon X kommt es lang nicht heran für mich. Zurück zuhause habe ich gern wieder einige Stunden auf Steam verbracht mit Don’t Starve Together (das ich dieses vergangene Jahr das erste Mal in Co-Op spielte, davor nur das Basisspiel mit beiden Erweiterungen Shipwrecked und Reign of Giants) und Banner Saga 2. Mein definitiv prägendstes Videospiel 2017 ist Persona 5. Als großer Fan des 4. Teils hatte ich auch hier meine helle Freude. Über 100 Spielstunden habe ich 2017 bereits gespielt (mittlerweile bin ich bei knapp 120), ohne dass das Spiel beendet ist. Auch bei Legend of Heroes: Trails of Cold Steel stehe ich kurz vor dem Ende mit ähnlicher Spielstundenanzahl. Bei J-RPGs hat man wohl einfach tendenziell länger etwas davon, was ich super finde. Im Dezember habe ich mir dann auch endlich eine PlayStation 4 gekauft mit Final Fantasy XV und Dragon Age: Inquisition. Allerdings habe ich beides erst angespielt. Dafür passte LEGO Star Wars: Das Erwachen der Macht gut in meinen wiederauferwachten Star Wars-Hype und ich bin bereits halb fertig mit dem Spiel. Wie es LEGO-Spiele generell an sich haben, ist auch dieses liebevoll gemacht und extrem unterhaltsam, was die humorvollen Darstellungen der Charaktere angeht (so hat Kylo Ren beispielsweise Darth Vader Pantoffeln in seinem Darth Vader Fanboy Zimmer oder General Hux einen Handlanger, der ihm ständig Eis und Milchshakes bringt).

Ich bin schon gespannt, was 2018 bringt und möchte eigentlich gern in allen Bereichen viele tolle Medien konsumieren, vor allem in jenen, die 2017 ein bisschen nachlassen mussten wie Bücher oder Anime/Manga.

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Aki
Redakteur

Noch jemand der von Stranger Things süchtig gemacht wurde XD Ganz schlimm diese Serie! Schon witzig, dass du auch FMAB angeschaut hast im letzten Jahr. Hast du dir die Serie in der Orginalsprache angeschaut oder in der deutschen Sprachfassung? Fand die Deutsche ja richtig klasse, weil sie richtig tolle Sprecher gewählt haben. Vor allem sind es Stammsprecher von Hollywoodschauspielern!!!! Bei My Hero Academia würde ich dir ürigens den Manga ans Herz legen. Ich finde das Erzähltempo da angenehmer weil vieles kompakter ist und die Zeichnungen sind richtig gut.