Wolfenstein

    

Acht Jahre mussten sich Fans gedulden ehe der offizielle Nachfolger von Return to Castle Wolfenstein in die Läden kam. Den Spieler verschlägt es wieder ins virtuelle Dritte Reich, um etwas aufzuräumen. Denn die Nazis haben einfach nicht dazugelernt und versuchen immer noch, mithilfe von okkulten Ritualen, die Weltherrschaft an sich zu reisen. Zeit, ihnen klarzumachen, dass es einfach keinen Sinn hat.

Originaltitel Wolfenstein
Jahr 2009
Plattform PC, PlayStation 3, Xbox 360
Entwickler Raven Software
Publisher Actvision
Genre Ego-Shooter
Spieler 1
USK

BJ Blaskowicz ist auf der Tirpitz (in der deutschen Version Tripitz) und klaut einem General ein Medaillon. Natürlich wird er erwischt und kann sich nur retten, indem er unbeabsichtigterweise das Medaillon aktiviert und somit seine Feinde sprichwörtlich auslöscht. Er erfährt, dass das Amulett spezielle Kristalle benötigt, Nachtsonne-Kristalle, und diese in Isenstadt geschürft werden, da auch die Nazis Interesse an den okkulten Kräften haben. Also reist BJ nach Isenstadt, schließt sich einer Widerstandsgruppe an und durchkreuzt wieder mal die Pläne des Dritten Reiches, aber nicht ohne unzählige Soldaten und Zombies zu töten. Während des Spieles lernt BJ immer mehr Funktionen des Medaillons kennen und schätzen. Die Schleierfunktion zum Beispiel hebt Gegner und explosive Gegenstände hervor. Er kann die Zeit verlangsamen, aber auch seine Waffen so mächtig werden lassen, dass sie durch Wände schießen können. Diese Fähigkeiten werden beim Kampf gegen die feindliche Übermacht auch dringend benötigt. Das Highlight findet schlussendlich auf einem Zeppelin statt.

Statt Nazis gibt es Wölfe

Wie schon aus Return to Castle Wolfenstein bekannt, wurde Himmler zu Höller, Nazis zu Wölfen und die SS Paranormal Division zur Paranormalen Division. Aber auch die Gewaltdarstellung wurde stark zurückgeschraubt: Körperteile bleiben erhalten, Blut spritzt weniger und es gibt keinen Ragdoll-Effekt. Auch lassen sich keine Wissenschaftler töten.
Da gaben sich die Entwickler solche Mühe, alle NS-Symbolik zu entfernen, aber dennoch hatten sie ein Hakenkreuz übersehen. Daraufhin wurde das Spiel umgehend aus den Läden genommen und eine Neuauflage musste produziert werden. Im Gegensatz zu den Vorgängern bietet das Spiel eine etwas offenere Levelstruktur, zumindest zwischen den Hauptmissionen. Denn dann hält man sich in den Stadtbezirken auf und kann diese frei erkunden, was insofern toll ist, da sich die Stadt und mit ihr die Gegner nach und nach verändern. Nach erfolgreichem Abschluss einer Mission erhält BJ Gold, das er auch „unterwegs“ findet, mit welchem er auf dem Schwarzmarkt Munition kaufen, aber auch seine Waffen aufrüsten kann.

Im Westen nichts Neues, möchte man fast sagen. Die Story ist abgedreht wie eh und je, aber wirklich großartig ist das Spiel leider nicht. Es ist unterhaltsam, mehr aber auch nicht.
Die Schnitte sind etwas ärgerlich, aber nicht spielspaßtötend. Sammelobjekte, die zu Waffenupgrades führen, sowie die Schwarzmarkt-Idee finde ich gut, aber das Spiel fühlt sich dennoch „zu bekannt“ an. Es hat mich unterhalten, aber nochmal spielen oder gar kaufen würde ich es nicht. Dann lieber zu Wolfenstein: The Old Blood greifen. Es ist quasi ein Remake von Return to Castle Wolfenstein.

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Kilroy

Kilroy wäre gerne Mikrochirurg geworden, musste diesen Traum aber aufgeben. Nun ist er voll von unnützem Halbwissen und weiß nicht, wohin damit. Kilroy schreibt auch gerne, weshalb er sich hier austoben darf. Da er davon aber nicht leben kann, geht er auch noch einer bescheidenen Arbeit nach. Wenn er nicht gerade schreibt oder arbeitet, spielt er am PC oder verschlingt Unmengen an Büchern und Comics.

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