Say „I love you“!

Eine Lovestory, die mit einem Tritt ins Gesicht beginnt? Gibt es! Bereits mit der Anime-Adaption aus dem Jahr 2012 konnte die Liebesgeschichte der Einzelgängerin Mei und dem Mädchenschwarm Yamato viele begeistern. Seit Oktober 2017 kommen deutsche Fans auch in den Genuss des Mangas. Die ersten zwei Bände von Say „I love you“! sind bei Egmont Manga erschienen. Es ist die erste Serie von Kanae Hazuki (Sweets Day), die in Deutschland erscheint. Eines ist klar, die nächsten Monate werden romantisch.

    

Mei Tachibana unterscheidet sich von ihren Mitschülerinnen, denn anders als diese hat sie keine Freunde und von einer Beziehung kann sie auch nicht reden, da sie nie eine hatte. Vom Telefonieren hält sie auch nicht viel und hat nur zwei gespeicherte Kontakte. Doch durch ein Missverständnis tritt sie ihrem Mitschüler Yamato Kurosawa ins Gesicht. Plötzlich ändert sich ihr Leben schlagartig. Yamato will mit ihr Freundschaft schließen und ist dabei sehr hartnäckig. Seine Handynummer hat sie auch schon bekommen…

Der beliebte Junge und das schräge Mädchen

Mei wurde in ihrer Kindheit enttäuscht und schließt seitdem keine Freundschaften mehr. Damals hatte sie zwar Freunde, die sich aber als falsche Freunde entpuppten. Sie möchte nicht noch einmal verletzt werden und hält sich daher von anderen fern. Dadurch wird sie von ihren Mitschülern als schräg bezeichnet, da sie obendrein auch nie spricht. Yamato und sein Kumpel Nakanishi unterhalten sich darüber, ob Mei noch Jungfrau ist. Yamato findet zunehmend Interesse an ihr. Etwas später kommt es zu einem Vorfall, der das Leben von Mei und Yamato verändert. Nakanishi hebt ganz leicht Meis Rock an, woraufhin sie sich umdreht und Yamato ins Gesicht tritt. Sie geht davon aus, dass er dies getan hat. Sie bezeichnet ihn unter anderem als Vollidiot und geht wütend davon. Yamato entschuldigt sich später für seinen Freund und gibt ihr seine Handynummer, weil er sich mit ihr anfreunden will. Doch Mei hat ihre eigene Meinung über Freunde, die lautet: ,,Sie rufen dich, wenn sie was wollen, aber wenn du nach ihnen rufst, kommt keiner.“ Nicht lange später, muss Yamato tatsächlich beweisen, wie ernst er es mit der Freundschaft meint. Denn nicht lange später wird Mei von einem Stalker verfolgt. Sie kann ihre Familie nicht erreichen, da bleibt ihr nur die Handynummer von Yamato. Kaum hat sie angerufen, ist er schon zur Stelle. Dann passiert etwas Unerwartetes. Um den Stalker zu verscheuchen, tut Yamato so, als wäre er ihr Freund und sichert sich dabei sogar ihren ersten Kuss. Der Stalker macht sich aus dem Staub, aber danach ist Mei ganz schön verwirrt.

Erste Anzeichen der Eifersucht

Originaltitel Suki tte Ii na yo.
Jahr 2008
Bände 2 / 18
Genre Drama, Romance, School Life
Autor Kanae Hazuki
Verlag Egmont Manga (2017)

Mei entwickelt Gefühle für Yamato. Doch es gibt noch viele andere Mädchen, die Interesse an ihm haben. Die Gerüchte, dass Yamato einfach alle Mädchen küsst, machen ihr sehr zu schaffen. Dann ist da noch Yamatos erste Liebe Miki Arai. Mei möchte unbedingt wissen, was Yamato sich bei dem Kuss gedacht hat. Hat er sie nur aus Spaß geküsst oder steckt doch mehr dahinter? Letztendlich kommen beide zusammen und es zeigt sich sehr früh, wie wichtig sie ihm wirklich ist. Mei überzeugt mit ihrem ehrlichen Charakter. Sie sagt immer ihre Meinung frei heraus und nimmt sogar ihre Klassenkameradin Asami in Schutz, die von anderen Mädchen wegen ihren großen Brüste “Melonenmonster“ genannt wird. Auch Nakanishi, der in Asami verliebt ist, bekommt von ihr etwas zu hören. Er, der immer dumme Sprüche machte, wurde von Mei auf den richtigen Weg gebracht. Mei verbringt oft Zeit mit Yamato, so scheint “das erste Mal“ auch nicht weit zu sein. Zumindest wird angedeutet, dass es wohl irgendwann passieren wird. Zwar liegt hier der Fokus auf dem Hauptpärchen, aber auch die anderen Charaktere werden näher beleuchtet. Dadurch wirken ihre Handlungen auch nachvollziehbarer und sie selbst ein wenig sympathischer. Rasch bilden sich Pärchen – da legt der Manga ein schnelles Tempo hin. Das Thema Sex wird auch öfters angesprochen und es gibt kurze Szenen, die in diese Richtung gehen. Wie auch in anderen Shoujo-Mangas (junge Mädchen als Zielgruppe) haben auch hier die Charaktere mit Alltagsproblemen zu kämpfen. Von Schönheitswahn bis Mobbing ist alles dabei. Die ersten beiden Bände erscheinen in der ersten Auflage mit vier „Match Me“-Karten zum Sammeln. Auf den Karten sind Yamato, Mei, Masashi und Aiko abgebildet. Diese sind aus stabilem Plastik und lassen sich bei einer höheren Anzahl als Memorykarten benutzen. Dadurch haben die Karten auch noch einen nützlichen Wert und verstauben nicht nur in der Sammlung. In den Bänden sind keine Farbseiten enthalten. Die Zeichnungen von Kanae Hazuki wirken im Vergleich zu anderen Shoujo-Mangas erwachsener. Besonders positiv auch fällt der Einführungspreis der Bände aus, denn 4,99€ pro Band sieht man nicht alle Tage. Ab dem 1. Juli 2018 werden die Bände dann wieder zum Normalpreis von 7,00€ erhältlich sein. Say „I love you“! erhält außerdem auch ein Buchrückenbild, was man heutzutage nicht mehr so oft sieht. Damit dürfte der Titel für Besitzer ein echtes Highlight im Regal werden.

Erster Eindruck:

Ich kenne Say „I love you“! durch den Anime, der mir damals ganz gut gefallen hat. Schon da waren mir die zwei Hauptcharaktere Mei und Yamato ganz sympathisch. Mit Mei konnte ich mich ganz gut identifizieren, da ich auch von Freunden enttäuscht wurde. Ich finde auch das Nachwort von Kanae Hazuki sehr interessant, wie sie ihre Schulzeit erlebt hat und einiges aus ihren Erfahrungen in den Manga eingeflossen ist. Manches kenne ich selbst aus der Schule, daher finde ich schon, dass die Darstellung zum Teil realistisch ist. Yamato dürfte zwar wieder der typische Traummann sein, der oft in Shoujo-Mangas zu finden ist, aber er sticht doch positiv heraus. Er macht kein Geheimnis daraus, was er so in seiner Vergangenheit getrieben hat. Wenn Mei ihn fragt, sagt er auch die Wahrheit. Im Gegensatz zu Mei ist er auch keine Jungfrau mehr, was die Sache interessanter macht. Zwar mache ich meist eher einen Bogen um Romance-Mangas (ich lese vermehrt andere Genres), aber Say „I love you“! muss einfach sein. Ich mag die Serie sehr gern und freue mich darauf, den weiteren Verlauf zu erfahren, da ich nur den Stand des Animes kenne. Die Mangaka scheint bei 18 Bänden noch vieles zu erzählen zu haben.

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Alva Sangai

Alva arbeitet mit viel Papierkram, was nicht unbedingt spannend ist. In ihrer Freizeit sind ihr Anime, Manga und Bollywood-Filme/Serien wichtig. Sie hört sehr gerne Musik, schreibt Geschichten und zeichnet ab und zu. Ein Tee darf dabei nicht fehlen, der auch zur Entspannung beiträgt. Besonders Schwarztee mag sie ganz gern. Ansonsten hat sie eine Schwäche für soziopathische Bösewichte, was sich öfters in ihren Lieblingscharakteren widerspiegelt.

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