Shinigami x Doctor

Alle Pflanzenarten sind in der Zukunft ausgestorben – bis auf eine einzige, die sich allerdings in Menschen einnistet und diese tötet, wenn die Shinigami-Blume nicht rechtzeitig gefunden wird. Kazé Manga bringt seit Oktober 2017 die dreibändige Serie Shinigami x Doctor von Karakarakemuri heraus. Die Mangaka ist in Deutschland durch ihre Titel Unterm Wolkenhimmel und :REverSAL aufmerksamen Lesern bereits bekannt.

  

Auf den Böden wächst schon lange nichts mehr; sie sind karg und ausgetrocknet. Die meisten Menschen wissen schon gar nicht mehr, was eine richtige Blume ist und wie so eine überhaupt aussieht. Nur ein teuflisches Gewächs existiert noch in dieser Welt: die Shinigami-Blume. Diese bezieht ihre Nährstoffe direkt aus den Menschen, indem sie sich in deren Körper einnistet und sie somit langsam tötet. Doch es gibt auserwählte Ärzte, die diesen Parasitenbefall behandeln können, wenn er noch rechtzeitig entdeckt wird. Doktor Soma Ichinose ist einer von ihnen, doch Aufträge bekommt er von der Ärztevereinigung Gokurakuen nicht. Er gilt nicht nur generell als eigenbrötlerisch, sondern ist im Eifer des Gefechtes sehr destruktiv, wenn es um das Eigentum anderer Menschen geht.

In diesem Zeitalter sind Blumen tödlich

Originaltitel Shinigami x Doctor
Jahr 2013
Bände 1 / 3
Genre Action, Drama, Science-Fiction
Autor Karakarakemuri
Verlag Kazé Manga (2017)

Dr. Ichinose langweilt sich, denn im Gegensatz zu den Ärzten bekommt er seit Ewigkeiten keine neuen Aufträge. Daher sucht er sich eigenständig Arbeit und findet sie in einem sonderbaren alten Mann, der nach der Shinigami-Blume sucht. Seine Frau ist an dieser vor 20 Jahren gestorben und er will nun das gleiche Schicksal erleiden. Denn er hat erst bemerkt, was wirklich wichtig ist, als er sie verloren hat: seine große Liebe. Doch Dr. Ichinose und seine Assistentin Hiyo Tsubakura lassen nicht zu, dass der alte Mann stirbt und retten ihn noch rechtzeitig vor dieser heimtückischen Pflanze. Ein weiterer Fall behandelt einen jungen Mann Gen, der ständig zu lügen scheint. Doch hinter dessen Lügerei verbirgt sich eine traurige Wahrheit, der Dr. Ichinose, Hiyo mit ihrem Teamkollegen Gonbe Kitashiro auf den Grund gehen werden.

Krankheit oder nur der Überlebensinstinkt der letzten Pflanzenart?

Die Shinigami-Blume hat sich anscheinend als einzige Art an die neuen Lebensumstände angepasst. Schließlich bezieht sie ihre Nährstoffe aus dem menschlichen Wirt und führt letztlich zu dessen Tod. Sobald die Blume in ihrer vollen Pracht erblüht, ist es für eine Heilung auch schon zu spät. Dann muss gehandelt werden, damit sich nicht noch mehr Menschen durch die Pollen infizieren. Zwar wird die Shinigami-Blume wie eine Krankheit behandelt, doch handelt es sich bei ihr im Grunde um einen tödlichen Parasiten. Wie der Boden völlig unfruchtbar wurde und die Blume überhaupt mutieren konnte, bleibt vorerst ein Mysterium. Zudem ist auch nicht klar, wie der Sauerstoff entsteht oder wovon Mensch und Tier sich überhaupt ernähren. Letzteres ist noch erklärbar, wenn sie technisch so weit sind, künstlich Essen herzustellen. Das mit dem Sauerstoff ist hingegen schon schwieriger, denn für dessen Produktion ist die Existenz von Pflanzen unerlässlich.

Erster Eindruck:

Mir hat der erste Band gut gefallen, ich mag generell die Mangaka sehr gerne und war daher froh, als Kazé Manga diesen Titel angekündigt hat. Die Thematik ist interessant, wenn auch nicht komplett durchdacht. Allerdings will ich auch keine wissenschaftliche Arbeit lesen, sondern unterhalten werden, was der Band gut geschafft hat. Mit Dr. Ichinose hat Karakarakemuri einen sympathischen, wenn auch etwas verschrobenen Hauptcharakter geschaffen, der von seiner Assistentin Hiyo tatkräftig in allem unterstützt wird. Der Leidtragende dabei ist der Gonbe Kitashiro, der schon mehrmals seine Versetzung in ein anderes Team beantragt hat. Allerdings wird das jedes Mal abgewiesen, da Dr. Ichinose jemanden wie ihn braucht. Optisch finde ich das Werk sehr gelungen, besonders die Shinigami-Blumen sind bizarr schön gezeichnet. Es ist ein wenig schade, dass man ihre blutrote Farbe nicht sehen kann. Ich kann Shinigami x Doctor nur empfehlen, besonders wenn man bereits die anderen beiden Titel der Mangaka mag.

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Taria

Taria arbeitet seit einigen Jahren für einen großen Automobilzulieferer in der Produktion. Abseits von der Arbeit beschäftigt sie sich in ihrer Freizeit vor allem mit Manga, Animes und Videospielen, in diesen Bereichen hat sie genretechnisch einen sehr breiten Geschmack bewiesen. Weiterhin sammelt sie gerne Figuren und anderes Merchandise von den Serien Gintama und JoJo’s Bizarre Adventures.

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