Sword Art Online The Movie: Ordinal Scale

Das letzte Quartal 2017 stand  ganz im Zeichen der Fans von Sword Art Online. Erschien zuvor Ende November erst die lang ersehnte Novelvorlage des Animehits, hat Peppermint Anime am 8. Dezember mit der Veröffentlichung von Sword Art Online The Movie: Ordinal Scale nun noch einen drauf gelegt. Allerdings verschlägt es Kirito, Asuna und ihre Freunde diesmal nicht in ein neues Virtual Reality-Game. Stattdessen erobert das Augmented Reality-Game „Ordinal Scale“ die Gamer, doch auch hier scheint nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen.

    

Ein brandneues Videospiel erobert die Welt: „Ordinal Scale“! Mit Hilfe eines Augmented-Reality-Gerätes namens „Augma“ tauchen die Spieler in eine fantastische Welt ein, die ihre reale Umgebung zu einem riesigen Schlachtfeld macht. Kirito ist von der neuen Spielmechanik jedoch weniger angetan und bleibt lieber der Virtual Reality treu. Zu dem Game „Ordinal Scale“ gehört auch das beliebte Sänger-Maskottchen Yuna, eine KI, die bei besonderen Events des Spiels Belohnungen verteilt. Während Kirito also über die gesunkenen VR-Spieler-Zahlen eher Trübsal bläst, haben Asuna und seine anderen Freunde viel Spaß mit dem Game und versuchen, ihren Rang zu steigern. Dann passiert jedoch etwas sehr Sonderbares: Asuna verliert nach und nach ihre Erinnerungen an die gemeinsame Zeit in Aincrad! Da sie nicht die einzige Betroffene ist, wird schnell klar, dass dahinter eine ernste Bedrohung steckt, sodass sich auch unser in Schwarz gehüllter Held wieder in die Schlacht stürzt.

Alles ein wenig anders

Da es sich bei „Ordinal Scale“ um kein VR-Game á la ALO handelt, verleiht dies dem Film ein gänzlich anderes Flair als der Animeserie bzw. der sonstigen Handlung. Die Spieler kämpfen mit ihren realen Körpern und müssen sich schnell zu den Events begeben. Vielleicht ist dies einer der Gründe, warum man Kirito hier von einer gänzlich anderen Seite sieht. Der sonst schnell zu begeisternde Technik- und Videospielgeek interessiert sich kaum für AR und möchte bei den gewohnten VR-Games bleiben. Zum Teil wirkt er regelrecht genervt von dem Hype um Augma, dem sich auch seine Freunde nicht entziehen können. Zudem wird Augma nicht nur für „Ordinal Scale“ verwendet, sondern auch im Alltag von erstaunlich vielen Menschen getragen, da das Gerät zahlreiche Fähigkeiten besitzt. Dementsprechend beginnt der Film mit einigen ruhigen Szenen. Doch nicht nur, dass Kirito wenig begeistert von „Ordinal Scale“ ist: Zunächst ist er auch erstaunlich schlecht darin, da sein eigener Körper nicht so trainiert ist. Anstatt sich also in den neuesten Game-Hype zu stürzen, denkt er über ernsthafte Themen nach und informiert sich über Universitäten.

Romantische Momente

Originaltitel Gekijō-ban Sword Art Online: Ordinal Scale
Jahr 2017
Laufzeit 119 Minuten
Genre Fantasy, Drama, Action
Regisseur Tomohiko Ito
Studio A-1 Pictures

Wer gerne mehr von Kirito und Asuna als Paar sehen möchte, ist bei Sword Art Online: Ordinal Scale absolut richtig. Ihre Beziehung bekommt wieder mehr Screentime und mit dem bereits in Sword Art Online gegebenen Versprechen, dass sie sich gemeinsam die Sterne ansehen, kommen einige romantische Momente hinzu. Da Asuna ebenfalls zu denen gehört, die plötzlich nach und nach ihre Erinnerungen an Sword Art Online verlieren, wird auch die Frage aufgeworfen, inwiefern dies die Beziehung der beiden verändern würde. Schließlich haben sie in dem tödlichen Spiel viel Zeit miteinander verbracht und sich auch dort ineinander verliebt. Da der Erinnerungsverlust von außen gezielt ausgelöst wurde, begibt sich nun auch Kirito in „Ordinal Scale“ auf die Suche nach dem Übeltäter, der immer mehr ehemalige SAO-Spieler beeinflusst. Immerhin möchte Kirito um jeden Preis verhindern, dass Asuna ihre Erinnerungen endgültig verliert. Zumal auch sein bester Freund Klein durch den Angriff eines Unbekannten während einer „Ordinal Scale“-Session im Krankenhaus liegt.

Verbindungen zu Sword Art Online

Dass auch hinter der KI Yuna noch mehr steckt als vermutet, ist für Kirito bald nicht mehr von der Hand zu weisen. Immer wieder erscheint ihm ein verhülltes Mädchen, dass dem Gesicht von „Ordinal Scale“ verdächtig ähnlich sieht und Kirito sogar bei der Aufklärung der mysteriösen Vorfälle hilft. Zu Beginn des Films wird sogar über Gerüchte gesprochen, die besagen, dass Yuna gar keine KI sei, sondern ein richtiger Mensch. Denn sie agiert auch im Game selbst auffällig menschlich, obwohl sie eigentlich hauptsächlich für’s Singen geschaffen wurde. Die Songs von Yuna, welche von Yuki Kajiura komponiert wurden und von Yunas japanischer Synchronstimme Sayaka Kanda gesungen werden, untermalen insbesondere die Actionszenen sehr passend. Diese sind flüssig animiert und überflügeln das Niveau des Animes deutlich. Mit Eiji gibt es in „Ordinal Scale“ einen unfassbar starken Spieler, der sogar einst in SAO bei den Rittern des Blutschwurs war. Der junge Mann verschwindet stets so schnell, wie er aufgetaucht ist und hegt eine Verbindung zu Yuna. Obwohl er einer der Hauptverdächtigen ist und Kirito gezielt angreift, ist auch er nur eine Schachfigur. Denn der wahre Drahtzieher ist ein Professor Shigemura, der Eiji beauftragt hat, die Erinnerungen der ehemaligen SAO-Spieler zu stehlen. Er hat Yuna nach dem Abbild seiner in SAO verstorbenen Tochter erstellt, deren Traum es war, einmal als Sängerin auf der Bühne zu stehen. Mit den Erinnerungen aus SAO möchte er die KI zu einer wahren digitalen Wiederbelebung seiner Tochter machen und riskiert dabei auch das Leben der Personen, denen die Erinnerungen genommen werden.

Irgendwie hatte ich keine wirklichen Erwartungen an den Film. Natürlich habe ich gehofft, dass er gut wird, habe aber im Vorfeld nicht zuviel erwartet und mich schlicht überraschen lassen. Umso positiver bin ich nun bezüglich Sword Art Online: Ordinal Scale gestimmt. Der Film ist einfach klasse geworden und bietet eine abwechslungsreichere Storyline als gewohnt. Dass es einmal um ein AR-Game geht und nicht um ein VR-Game, macht das Ganze deutlich interessanter, genauso wie die neuen Perspektiven, die auf Kirito geworfen werden. Zum Schluss ist er zwar wieder so, wie Fans ihn kennen, aber diese neuen Seiten machen mich gespannt auf den Kirito in Staffel 3. Die Szenen zwischen ihm und Asuna haben dann noch einmal die Beziehung der beiden untermauert. Das Versprechen, dass sie sich zusammen die Sterne ansehen, ist auch sehr niedlich. Die Actionszenen sind sehr cool geraten und insbesondere der letzte Kampf ist einer, den sicher nicht nur ich sehr interessiert verfolgt habe, schließlich handelt es sich um den vorgesehenen Boss von SAO-Ebene 100, den man aber natürlich so nie zu Gesicht bekommen hat.  Die Hauptgeschichte hat mich auch berührt, weil  ich die Beweggründe von Professor Shigemura verstehen kann. Er wollte ja nur seine Tochter wieder haben, die ihm durch SAO genommen wurde. Die Aktion in der Halle ist aber absolut verrückt, immerhin riskiert er hierbei gezielt das Leben der vielen Menschen.  Letzten Endes ist Sword Art Online: Ordinal Scale sehr gut gelungen und meiner Meinung nach jedem zu empfehlen, der SAO mag.

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Ayla

Ayla ist Schülerin und beschäftigt sich hobbymäßig mit allen möglichen Medien, ohne dabei Beschränkungen zu kennen. Dennoch ist sie vor allem ein Serien- & Game-Junkie und liebt besonders actionreiche und dramatische Inhalte, wobei sie gleichzeitig für viele kindliche Themen zu haben ist, weshalb sie weiterhin großer Disney-Fan ist. Abseits ihrer Leidenschaft des Sammelns ihrer Lieblingsmedien schreibt Ayla gerne selbst Geschichten oder zeichnet Bilder, um sich so zu entspannen.

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